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European Challenge 2005 Drucken

European Challenge 2005

Das European Network for Education and Training – EUNET e.V. veranstaltete in Zusammenarbeit mit Kontakt der Kontinenten und der Stichting Mondiale Samenleving vom 18.-20. November 2005 eine internationale Konferenz für Multiplikatoren der politischen Bildung.

logo_kontaktderkontinenten38 Teilnehmer aus verschiednen europäischen Ländern befassten sich drei Tage lag mit den aktuellen Fragen und Herausforderungen der europäischen Bildungsarbeit. Ein Schwerpunkt setzte die Konferenz dabei auf die Möglichkeiten und Ziele einer aktiven europäischen Bürgerschaft. Erfahrungsaustausch und Projektentwicklung kennzeichneten das Programm und ermöglichten so ein intensives und effektives Arbeiten.

Europa und seine Bürger – ein ständiges Missverständnis?

European Challenge 2005Der Europarat hat das Jahr 2005 zum „European Year for Citizenship through Education“ ausgerufen. Diese Tatsache hat eine umfassende Anzahl an verschiedenen Aktivitäten zu diesem Thema ausgelöst. Die im Laufe des Jahres gemachten Erfahrungen zeigten aber, dass die europäischen Ansprüche oft nicht kompatibel mit den Wünschen und Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger sind.

Im Rahmen von vier workshops wurden Konzepte unterschiedlicher Art für eine bessere Interaktion mit den Bürgern erarbeitet. Zur Sicherstellung einer echten Wirkung auf die Gesellschaft wurden einige Zielgruppen besonders herausgestellt.

 

Workshop 1: Waves of Democracy

Komitee für Inhalte und Methoden
Leitung: Nina Norgaard, IUC-Europe, DK
Berichterstatter: Tobias Baumann, Europäische Akademie Berlin, D

For this programme we want to include 25 partner organisations from our network. The concept of „Waves of Democracy“ is based on the insight that what we need to do in Europe is to strengthen the network between citizens. We want the approach of the Union enlightening the citizens about the Union to be replaced by the idea of citizens enlightening the citizens about the Union.

European Challenge 2005Accordingly we want to invite 1000 young Europeans from member states and non-member states to meet at 25 Europe Houses/European Academies/member organisations all over Europe in August 2006. The aim is to discuss European issues, set up a Citizens`Agenda and work on a State of the Union speech. Representatives from the venues will meet in Brussels and present the results of a joint speech to the Commission and Parliament prior to the opening session in September 2006.

Afterwards 4 Vision 5 Teams (made up of delegates from the seminars) will travel Europe to visit high schools and present their visions on Europe and take part in discussions in the light of the experiences from the sessions.

In short:

  • 1.500 young Europeans gathering at 20 meeting places for 12 days, September 2006.
  • All meeting places to be connected by modern ICT and Europe by Satellite.
  • All participants to take part in a joint process where the keywords are DO, LEARN and ENJOY:

    - ENJOY … all the things human beings do when they are together
    - LEARN … about a great number of European issues
    - DO … drafting a joint Citizens Agenda and a State of the Union Speech
  • This is to say that all participants, located at 20 different places all over Europe, will take part in drafting 20 Citizens’ Agendas in the light of the different and various issues discussed at each meeting place.
  • Afterwards 20 representatives will meet at a historic European place (Verdun, Terezin, Berlin or something similar) to draft a joint Citizens´ Agenda and a State of the Union Speech.
  • The joint Citizens’ Agenda will be handed over to the European Council and the European
  • Parliament, together with The State of the Union Speech, which will  be presented to the European Parliament’s Constitutional Committee (AFCO) too. Also, the speech will be printed in some of the major European newspapers.
  • The Vision 5 Teams (five teams with five participants acting as Youth Ambassadors) will travel around the Union to visit 150 high schools – telling about their experiences as participants in Waves of Democracy. Thereby taking the baton onwards to the next stage.

Waves of Democracy is to be seen as a relevant follow up on the great Youth 2002 project, but this time the gathering of the young Europeans will not only take place in one country but in at least 15 different European countries.

Waves of Democracy should also be seen in connection with the so-called “pause of reflection”, which everybody expects to be extended until at least 2007. This project will send a very clear signal that the time has come to give the citizens a chance to express their views on the future of Europe. Literally this is all about the citizens setting the agenda.

 

Workshop 2: New in Europe

European Challenge 2005Rat für Entwicklung und Zusammenarbeit
Leitung: Wico Bunskoek, Kontakt der Kontinent, NL
Berichterstatterin: Marian Rameijer, Kontakt der Kontinent, NL

 Zur Unterstützung einer aktiven europäischen Zivilgesellschaft ist es notwendig auch diejenigen Menschen zu berücksichtigen, die von außerhalb Europas in den Kontinent eingewandert sind. Diese Bevölkerungsgruppe erfährt in der Regel nichts über die europäischen kulturellen und historischen Zusammenhänge sowie die sich daraus entwickelten Werte und Identität. Das Projekt will daher für eine Integration in das zukünftige Europa folgende Schwerpunkte setzen:

  •  allgemein
- Identifizierung mit einer Europäische Identität
- Distanz zwischen Einwanderern/Neuankömmlingen und ursprünglichen Bewohnern überwinden
- alt und jung arbeiten in Projekten zusammen (generationenübergreifend)
- Jugendbegegnungen Die Integrationserfahrungen von Minderheiten nutzen
- In welchem Europa will man in der Zukunft leben?
- Werte, Normen und Identität Europas, und unter welchen Bedingungen sind diese erreichbar ?
  • Austausch von Information, Erfahrungen, Meinungen, Vorurteilen, Erwartungen, Strategien usw.
  • Konfrontation, Diskussion zum Thema „Eingliederung in Europa“ und „Wie jeder einzelne dazu beitragen kann“?

Der generationenübergreifende Ansatz (im allgemeinen, aber auch innerhalb der Minderheiten) soll einen weiten Begriff von europäischer Identität ermöglichen. Zielgruppen sind verschiedene Berufsgruppen (Polizei, Lehrer, usw). Das Projekt richtet sich also nicht nur an EUNET Mitglieder, sondern auch an Gruppen außerhalb des Netzwerks.

Das Projekt ist inzwischen konkretisiert worden und ein Antrag auf finanzielle Unterstützung bei der Europäischen Union gestellt worden.

 

Workshop 3: Europäische Zivilgesellschaft

European Challenge 2005Leitung: Genevieve Saint-Hubert, Maison de l’Europe de Toulouse, F
Berichterstatter: Claude-Laurent Genty, Maison de l’Europe d’Alsace, F

Fokus des dritten Workshops war die Zusammenarbeit zwischen Nichtregierungsorganisationen (NGO's) und der Zivilgesellschaft. Aus der Diskussion ergab sich die Schwerpunktaufgabe für eine gezielte Information, Zusammenarbeit und Erneuerung der (Zivil-)Gesellschaft.Als roter Faden dienen dabei die negativen Abstimmungen in Frankreich und den Niederlanden über die Europäische Verfassung. Die anschließend ausgerufene Denkpause erwies sich als falscher Weg, das sie als Pause vom Denken und nicht als Pause zum Denken verstanden wurde.

Die Arbeitsgruppe entwickelte 4 Vorschläge für das weitere Vorgehen:

  • Europäische Einrichtungen müssen Information über Europa verbreiten
  • Finanzierung der Europäischen Union muss geklärt werden
  • Die Bildungseinrichtungen müssen mehr Europäische Bildung (und Unterricht) anbieten
  • Der Zement in Europa: Unterricht, Medien, lokale Beamte und Politik
  • Eine bessere Ausbildung ist in Europa notwendig.

Für das Jahr 2006 ergeben sich für das Netzwerk EUNET folgende Fragen:

  1. Was macht EUNET in Europa?Wie wird von EUNET mit (anderen) NGO's zusammengearbeitet?
  2. Wie ist die Beziehung zur EU?
  3. Die Europäische Vereinigung ist ins stocken geraten: wie reagiert EUNET?

EUNET wird sich dabei am von Kommissarin Margot Wallström ins Leben gerufenen „Plan D“ orientieren. Dass „D“ steht für dialog, debate, democracy und nicht für disaster und disillusion.

 

Workshop 4: EUNET newsletter

Leitung: Thomas Heckeberg, EUNET

European Challenge 2005Ein newsletter bietet die Chance ohne finanziellen Aufwand Informationen zu verbreiten und Erfahrungen auszutauschen. Durch einen newsletter kann die Zivilgesellschaft aufgefordert werden sich aktiv am europäischen Einigungsprozess zu beteiligen.

EUNET wird daher zukünftig einen solchen newsletter mit nutzbringenden und lesenswerten Informationen. Er wird mehrsprachig angeboten, d.h. im newsletter werden mehrere Sprachen verwendet, ohne das alle Beiträge übersetzt werden. Das Centre for Europe London wird für das Jahr 2006 die Verantwortung für die Erstellung und Vertrieb des newsletters übernehmen.

Aus technischen und inhaltlichen Testzwecken wird der newsletter zunächst nur EUNET intern verwendet. Hier finden Sie die EuNetNews Newsletter.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 12. Januar 2008 )
 
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With the support of the European Commission: Support for bodies active at European level in the field of active European citizenship. / Unterstützt durch die Europäische Kommission: Förderung für Einrichtungen die im Rahmen der aktiven europäischen Bürgerschaft auf europäischem Level tätig sind.
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