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20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs (Salzburg) Print
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20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs (Salzburg)
Eröffnung und Einleitungsvorträge
Beispiele für das Zusammenwachsen Europas nach 1989
Das Beispiel Bosnien und Herzegowina
Arbeitsgruppe 1: Europa wächst zusammen
Arbeitsgruppe 2: Mehrere Staaten Südost-Europas stehen noch im Abseits
Arbeitsgruppe 3: Nie wieder Krieg in Europa!
Bildimpressionen vom Europäischen Abend

Eröffnung und Einleitungsvorträge

Burgstaller

„Das europäische Integrationsprojekt hat 20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs viel erreicht, aber noch viel vor sich. Die europäische Perspektive hat für viele Staaten im Einflussbereich der ehemaligen Sowjetunion dazu geführt, dass sich demokratische Strukturen und wirtschaftliche Neuorientierung festigen konnten". Mit diesen Worten eröffnete die Präsidentin des Salzburger Bildungswerks, Europareferentin Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller, das Seminar „Die EU - Ein Friedensprojekt", zu dem 20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 9 Ländern in die Gemeinde Wals-Siezenheim angereist waren.

Für uns, die wir schon länger in der Europäischen Union sind, ist vieles selbstverständlich geworden. Daher ist eine derartige Veranstaltung, die sich mit den zahlreichen großen und kleinen Problemen unserer Nachbarstaaten in Südosteuropa befasst, besonders wichtig. Sie soll dazu beitragen, dass wir ‚im Westen‘ unsere Situation auch besser zu schätzen wissen", so die Landeshauptfrau weiter.

Pressemitteilung des Landespressebüro

Heckeberg

Den thematischen Einstieg in die Veranstaltung übernahm der Ständige Repräsentant von EUNET, Thomas Heckeberg. In seinem Vortrag "20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs - Die Entwicklung in Europa nach 1989" betonte er insbesondere die unterschiedliche Ausgangssituation im Jahr 1989 im westlichen Teil Europas sowie in Mittel- und Osteuropa auf der anderen Seite. Die verschiedenen Vorstellungen und Hoffnungen der Menschen prägen die europäische Politik bis zum heutigen Tage. Der Anspruch der Europäischen Union als eine offene Organisation wurde vor eine bis dahin nicht gekannte Herausforderung gestellt, deren Abschluss mit dem Vertrag von Lissabon nur vorläufig ist. Thomas Heckeberg verdeutlichte ebenfalls die gegenseitige Abhängigkeit zwischen einer Erweiterung und einer Vertiefung der Europäischen Union als Garant für den Erfolg der europäischen Integration.

iconPräsentation "Die Entwicklung in Europa nach 1989"

Frischenschlager

Bundesministers a. D. Dr. Friedhelm Frischenschlager befasste sich in seinen Ausführungen mit dem "vergessenen" Europa, wobei er betonte, dass der Südosten unseres Kontinents keinesfalls vergessen ist. Die von ihm dargelegte aktuelle Situation, insbesondere in Ex-Jugoslawien, veranschaulichten die besonderen Probleme dieser Region. Die Erläuterungen zu den Bemühungen die verbliebenen "Balkanstaaten" näher an die Europäische Union heranzuführen leiteten über in eine Darstellung des internationalen und europäischen Krisenmanagements am Beispiel des Kosovo.Der Kosovo wurde bewusst als exemplarisches Beispiel gewählt, da dort alle, für die Region typischen, Konflikte und Probleme vorhanden sind. Von Anfang an gab es ein hohes internationales Engagement dem ein breites politisches Instrumentarium zur Verfügung stand. Dennoch bleibt das Ergebnis eher Zwiespältig.Friedhelm Frischenschlager verdeutlichte ebenfalls die immer bedeutender werde Rolle der EU im Rahmen von Konfliktprävention bzw. Konfliktlösung durch eigene gemeinsame Aktionen der EU bzw. durch die Übernahme von UNO-Missionen.

iconPräsentation "Das vergessene "Resteuropa": Der Südosten unseres Kontinents"

Horn

Auf den Kosovo im speziellen ging auch der nachfolgende Referent ein. Polizeioberrat Markus Horn stellte die Herausforderung eines zivilpolizeilichen Aufbaus im Kosovo dar. Hier ging er zunächst auf den Fiedenseinsatz der Vereinten Nationen ein, die im Rahmen der sogenannten UNMIK Mission alle Exekutivrechte inne hatte und den Schutz von Sicherheit und Ordnung mit internationalen Polizeikräften übernahm. Parallel zum Aufbau und Training der neugebildeten lokalen Polizei KPS wurden diese Rechte sukzessive übertragen und durch ‚Mentoring und Advising' weiter begleitet. Auch auf die Übergabe der Verantwortung an die europäische geführte Eulex-Mission und die hieraus erwachsenen Herausforderungen wurde von Markus Horn eingegangen. 

iconPräsentation "Friedensmission im Kosovo"



Last Updated ( Dienstag, 30 März 2010 )
 
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