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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befassten sich in drei Arbeitsgruppen mit dem zukünftigen Entwicklungen und Möglichkeiten des Zusammenlebens der Menschen in Europa, insbesondere aber mit mit den Perspektiven Süd-Ost-Europas.
Arbeitsgruppe 2
Mehrere Staaten Südost-Europas stehen noch im "Abseits"
Fragestellung: Welche Gründe sprechen für, welche gegen eine baldige Mitgliedschaft in der EU?
Leitung: Andreas Keiser
Die Arbeitsgruppe 2 hat einen Ländervergleich auf dem Balkan mit der entsprechenden Bewertung vorgenommen. Die nachfolgenden Länder wurden einzeln besprochen:
Kroatien: auf dem Weg in die EU, wahrscheinlicher Beitritt: 2012
- Mazedonien: EU- und NATO-Kandidat, Problem: Namensstreit mit Griechenland, hohe Korruption, dennoch Verhandlungen weiterführen
- Montenegro: hat den Euro eingeführt, Probleme: Korruption und Schmuggel, wachsender russischer Einfluss und 40% der Montenegriner sind Serben-Bosnien und Herzegowina: die Bosniaken (Muslime) möchten einen Staat,ansonsten gibt es große Probleme: ungelöste Ethienkonflikte, Hass der einzelnen Volksgruppen aufeinander, mangelnder Wille zur Staatsbildung, Reformen gehen nicht voran, starker Nationalismus
- Serbien: positiv: die Serben möchten in die EU, die Zivilgesellschaft ist im Werden, negativ: mangelnde Kooperation mit dem Haager Kriegsverbrechertribunal, starke mafiaähnliche Strukturen
- Albanien: positiv: ist bereits NATO-Mitglied, macht große Fortschritte, ist auf gutem Weg in Richtung Demokratie, es gilt Religionstoleranz Negativ: Clandenken, Korruption, Großalbanienstreben (ergänzt um Mazedonien und das Kosovo), übertriebener Nationalismus
- Kosovo: hat den Euro eingeführt Aber: ist nur von 62 Ländern weltweit anerkannt, davon von 22 EU-Ländern, ist ein Pulverfass an der Schnittstelle zur serbischen Minderheit, wirtschaftlich schwach bzw. nicht vorhanden, Clan- und Mafiastrukturen
Fazit:
Für Bosnien und Herzegowina, um gleiches Recht für alle herzustellen, müssen auch die Bosniaken Visafreiheit im Schengenraum bekommen (so wie die bosnischen Serben und Kroaten). Man sollte in den genannten Staaten an die Korruptionsbekämpfung vordringlich herangehen. Gleiches gilt für den Menschenhandel und den Drogenschmuggel.Diese Dinge sollten länderübergreifend von der EU durch Europol und Interpol auf dem gesamten Balkan bekämpft werden. Es muß der Aufbau einer Zivilgesellschaft erfolgen. Es wird noch lange dauern, bis die genannten Staaten mit Ausnahme Kroatiens, so weit sind, um einen Antrag auf Mitgliedschaft in der EU stellen zu können.
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