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20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs (Salzburg) Print
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20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs (Salzburg)
Eröffnung und Einleitungsvorträge
Beispiele für das Zusammenwachsen Europas nach 1989
Das Beispiel Bosnien und Herzegowina
Arbeitsgruppe 1: Europa wächst zusammen
Arbeitsgruppe 2: Mehrere Staaten Südost-Europas stehen noch im Abseits
Arbeitsgruppe 3: Nie wieder Krieg in Europa!
Bildimpressionen vom Europäischen Abend

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befassten sich in drei Arbeitsgruppen mit dem zukünftigen Entwicklungen und Möglichkeiten des Zusammenlebens der Menschen in Europa, insbesondere aber mit mit den Perspektiven Süd-Ost-Europas.

Arbeitsgruppe 3

Nie wieder Krieg in Europa!

Fargestellung: Und doch ist die politische Lage in verschiedenen Regionen Südost-Europas noch instabil. Was kann die EU, was können die nationalen Regierungen, was kann jede/r von uns tun, damit alle Europäer und Europäerinnen in Frieden leben können?
Leitung: Dr. Ljiljana Gehrecke und Dr. Wolfgang Forthofer


ag3Die Arbeitsgruppe hat sich sehr intensiv mit der Frage nach den Ursachen von Kriegen beschäftigt. Die Autoren dieses Berichts haben die genannten Ursachen in vier Kategorien eingeteilt:

Trieb- und emotional bedingte Ursachen:

  • Selbsterhaltungstrieb des Menschen und die daraus resultierende Aggression
  • Menschliche Eigenschaften wie Egoismus, Hab- und Machtgier, Herrschsucht, Genusssucht, Rachsucht, Unehrlichkeit, Misstrauen
  • „Destruktive" Gefühle wie Angst, Hass, Neid, Eifersucht- Frustration wegen nicht befriedigten Bedürfnissen

Geistig bedingte Ursachen:

  • Fehlende Spiritualität bzw. fehlender Gottesbezug
  • Mangel an Versöhnungsbereitschaft
  • Unfähigkeit zu Vergeben
  • Mangel an Mitgefühl
  • Mangelhaftes Bewusstsein über die Ursachen und die Folgen des Krieges sowie über die Möglichkeiten der Kriegsprävention

Gesellschaftlich bedingte Ursachen:

  • Mangelhafte Bildung bzw. Information
  • Propaganda und Desinformation und daraus resultierende Vorurteile und Feindbilder
  • Manipulierbarkeit der Menschen
  • Missverständnisse
  • Ideologien
  • Interessen verschiedener Gruppierungen (insbesondere politische Interessen)
  • Religionsunterschiede
  • Jede Form von Extremismus
  • Fehlen der Auseinandersetzung mit der (eigenen) Vergangenheit

Wirtschaftlich bedingte Ursachen:

  • Armut (Arbeitslosigkeit, wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, ungerechte Verteilung der Güter)
  • Wirtschaftliche Interessen (z. B. der Rüstungsindustrie)

Die Erstellung dieses „Katalogs" über die genannten Ursachen von Kriegen erforderte eine geänderte Reihenfolge des weiteren Ablaufs und den Einbau von zusätzlichen Ebenen, wobei Überschneidungen nicht auszuschließen und durchaus wünschenswert waren.

Wenn die Frage gestellt wird, was getan werden kann, dass jede/r in Europa in Frieden leben kann, muss von der einzelnen Person ausgegangen werden. Die eigene innerliche Ruhe, der innere Frieden, und die Wertschätzung gegenüber den Mitmenschen (wie spreche ich mit dem/der Anderen ohne dessen/deren Selbstbewusstsein zu verletzen?), wurden als Grundvoraussetzungen betrachtet. Eine weitere Voraussetzung sei die Erziehung in der Familie.



Last Updated ( Dienstag, 30 März 2010 )
 
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